Stand:07/09/16

 

Freizeit

Wanderführer für die Gemeinde Ramsau

Die als Wohnort und Sommerfrische beliebte Gemeinde Ramsau liegt im weitläufig verzweigten inneren Gölsental auf 470 m Seehöhe. Vom freundlich-sonnigen Bergbauernland steigen im Talhintergrund gegen das Piesting- und Triestingtal die Waldberge mit Unterberg und Kieneck bereits über 1000 m an und bieten reizvolle voralpine Bergwanderungen. Das Gemeindegebiet lässt sich über Kirchenberg, Unterberg, Kieneck, Araburg in einer zweitägigen Tour sehr lohnend umwandern (Wienerwald-Weitwanderweg Nr. 404).

Auskünfte: Gemeindeamt A-3172 Ramsau, Dorfplatz 1, Tel. 02764/8203 (Fax 8285); e-mail: ramsau@utanet.at

Detaillierte Wanderkarte von Ramsau am Gemeindeamt kostenlos erhältlich (siehe “Info”)

Geo-Dendro-Pfad

Ausgeschilderter Wanderweg zur Erkundung der örtlichen Geologie kombiniert mit einem Waldlehrpfad


Araburg  Rundwanderung

Ausgangs- und Endpunkt: Ortsmitte Ramsau
Wegmarkierungen: rot und gelb
Gehzeit: ca. 3 1/2 Stunden
Streckenlänge: ca. 12,5 km
Schwierigkeitsgrad: leichte Familienwanderung, nicht bei zu heißem Wetter!
Höhenunterschied: zwischen 470 m und 799 m

Wegbeschreibung:
In der Ortsmitte von der Hauptstraße (Unterdörfl) gegenüber dem Gasthof “Brücklmühle” abzweigend, geht es auf der Seitenstraße durch die Unterried-Siedlung und am ehemaligen Gasthof Hofer vorbei. Der anschließende Güterweg führt, zunächst noch asphaltiert, über das Gehöft Leitner zur Berghöhe (ca. 700 m). Dort wandert man in einer lieblichen Wiesenlandschaft und durch kurze Waldstücke bis zur “Kopfhoferkapelle”. Auf der Kammhöhe bleibend wird der vom Gerichtsberg kommende Fahrweg erreicht. Mit Wegabkürzungen gelangt man in den Sattel unterhalb des Araberges (einst der Turnierplatz) und links haltend zum Eingang in die Araburg (1 1/2 bis 2 Stunden). Einkehrmöglichkeit im “Burgstüberl”, sehr lohnend ist die Besteigung des Bergfrieds (Aussichtsturm) über steile Stiegen, der Rundblick von dieser höchstgelegenen Burgruine Niederösterreichs (799 m) umfasst den Wienerwald, die Voralpen und als Höhepunkt den Schneeberg. Hinweistafeln erläutern den Baubestand und seine Geschichte.
Zurück nach Ramsau folgt man derselben Route bis zur “Kopfhoferkapelle”, zweigt dort aber links ab und geht entlang der gelben Markierung hinab in den talwärts dicht bewaldeten Fahrabachgraben. Später wird die Talstraße und auf dieser rechts der Ausgangspunkt in Ramsau erreicht.

Infos:
Ruine Araburg: Im 12. Jh. als “Felsennest” der Araberger nahe dem Gerichtsberg und der Kaumberger Straße erbaut. Nach Ausbau unter den protestantischen Jörgern kam die Bergfestung mit der Grundherrschaft an das Stift Lilienfeld. 1683 von den Türken eingenommen, seither in Verfall. Touristische Erschließung durch die ÖTK-Sektion “Triestingtal”.
“Burgstüberl Araburg”: Geöffnet von April bis Oktober ab 10 Uhr (Dienstag und Mittwoch Ruhetag), Auskunft Tel. 02765/362.


Kirchenberg und Gaisberghütte

Ausgangspunkt: Landstal (Schotterwerk Platzer)
Endpunkt: Ramsau Ortsmitte
Wegmarkierungen: gelb rot/blau gelb
Gehzeit: ca. 5 1/2 Stunden
Streckenlänge: ca. 17 km
Schwierigkeitsgrad: unschwierige Wander- und Fahrwege, nur im Aufstieg zum Kirchenberg steiler und etwas mühsamer.
Höhenunterschied: zwischen 449 m und 922 m

Wegbeschreibung:
Zum Ausgangspunkt in Landstal muss man von Ramsau 2,5 km die Straße Richtung Hainfeld begehen (der Zugang zum Höhenweg über die Gaisbergstraße und den Güterweg Steinacher ist asphaltiert und bietet eine bessere Alternative zur Talstraße). Beim Schotterwerk Platzer biegt die Route in den von steilen Waldhängen bedrängten Heugraben ein. Beim gleichnamigen Gehöft im Talschluss ergeben sich dann zwei Möglichkeiten: Rechts auf dem Fahrweg mit mehreren Kehren zum ehemaligen Höhenbauern und dann mit schöner Aussicht über die Wiesen zur schon sichtbaren Hainfelder Hütte. Oder kaum zeitaufwändiger und auf schöneren Wanderwegen links gelb markiert zum Gehöft Schönleiten (758 m) hinauf, dort prachtvoller Blick ins Halbachtal! Weiter führt ein schmaler Steig den steilen Waldkamm mit bemerkenswerter Flora entlang, zuletzt unter den Felsen der “Kletterschule”, zur Hainfelder Hütte auf dem Kirchenberg (922 m, ca. 2 Stunden).
Zur Überschreitung Richtung Gaisberg steigt man auf demselben Weg zur Schönleiten ab. Wie bis hierher als Wienerwald-Weitwanderung Nr. 404 bezeichnet, verläuft nun der rot (früher blau) markierte Höhenweg mit nur geringen Steigungen über Waldkuppen zum Gehöft Unterhöhenberg (Steinacher). In weiterer Folge vermittelt ein bezeichneter Forstweg, links vom Weitwanderweg abzweigend, den Zugang zur Gaisberghütte mit Einkehrmöglichkeit und schönem Talblick (ca. 1 1/2 Stunden vom Kirchenberg). Der markierte Weiterweg verläuft sodann über die Berghöhe zur Forststraße unterhalb des Höhenberges, und dieser folgt man durch ausgedehnte Wälder bis zum Kruckensattel (736 m, der Weitwanderweg-404 zieht zum Unterberg weiter). Für den Rückweg nach Ramsau wird links abzweigend das freundliche, von der Wiesermauer überragte und mit Bergbauernhöfen besiedelte Tal des Schneidbaches benützt. Erst zuletzt geht es durch eine Waldenge, stets auf dem asphaltierten Güterweg, hinaus nach Ramsau.

Infos:
Hainfelder Hütte auf dem Kirchenberg:
Österreichischer Touristenklub B Sektion Hainfeld, ganzjährig zum Wochenende bewirtschaftet, Küchenbetrieb, Nächtigungsmöglichkeit, Auskunft Tel. 02764/7935 (oder Stadtgemeinde Hainfeld, Tel. 02764/2246).
Gaisberghütte: Berg- und Sportklub Ramsau, in 880 m Seehöhe an der Piste des Gaisbergliftes gelegen; an Sonn- und Feiertagen von April bis Juni und von September bis November geöffnet. Auskunft Tel. 02764/8203. Zugang von Ramsau auch auf beschilderter Asphaltstraße (von der Straße Richtung Hainfeld abzweigend) und ab Parkplatz auf grün markiertem Weg, ca. 1 1/2 Stunden.


Unterberg (1342 m)

Ausgangspunkt: Landgasthof Adamstal
Wegmarkierungen: gelb und rot
Gehzeit: ca. 6 Stunden
Streckenlänge: ca. 15 km
Schwierigkeitsgrad: voralpine Bergtour für ausdauernde und gehsichere Wanderer.
Höhenunterschied: zwischen 541 m und 1342 m

Wegbeschreibung:
Für die Rundwanderung ab Adamstal folgt man fast 3 km der Straße Richtung Kleinzell, an der Annental-Abzweigung (Straßenkehre) und dem Forsthaus vorbei, bis zur Kreuzung mit der roten-404 Markierung. Hier links abzweigend erreicht man das “Dürrholzer Kreuz” am Gütenbach-Sattel (710 m, von hier führt der kürzeste Zustieg zum Unterberg-Gipfelkreuz in ca. 2 1/2 Stunden). Achtung: die Wege und Markierungen im Annental (ehem. Arbeiterkammer Wien) sind derzeit nicht zur Gänze instandgehalten!
Der weiterführende, gelb und rot markierte Wienerwald-Weitwanderweg Nr. 404 folgt vom “Dürrholzer Kreuz” zunächst einer Forststraße. Der anschließende Steig erreicht dann über den Steinkamp den Mitterriegel. Dieser Seitenkamm zieht sehr steil zur Kammhöhe des Unterberges hinauf und wird auf dem historischen “Brunnröhrensteig” in anstrengendem Aufstieg überwunden (ca. 400 Höhenmeter). Auf der sanften Hochfläche des Blochbodens (1210 m) geht es nun gemütlicher weiter, denn die markierte Forststraße quert links haltend mit leichtem Gefälle durch bald wieder steile Waldhänge auf der abkürzenden Strecke hinüber zum Unterberghaus.
Viel lohnender folgt man aber mäßig steil auf Steigspuren dem Höhenrücken bergauf und erreicht, am mit Wetterbäumen besetzten Steilrand entlang, unmarkiert den Unterberg (1342 m). Das Gipfelkreuz auf dem Felsabbruch aus Wettersteinkalk bietet ein umfassendes Panorama über die Voralpen von der Reisalpe bis zum Ötscher, am südlichen Horizont erstrecken sich die Hochalpen mit Schneeberg, Rax, Schneealpe, Veitsch und Hochschwab (davor Gippel und Göller). Zum Unterberghaus gelangt man nun unmittelbar über den steilen Südhang hinab  ein ziemlicher “Knieschnackler”! Bequemer geht es am Liftausstieg vorbei über den Ostkamm (Höhlenöffnung des Unterbergschachtes) in die “Mulde” und rechts querend, zuletzt leicht bergauf, zum Schutzhüttenboden mit dem ÖTK-Haus und der Wallfahrtskapelle (ca. 4 Stunden von Adamstal).
Für den Rückweg ins Adamstal folgt man zunächst der roten Weitwanderwegmarkierung Nr. 404 Richtung Kieneck und zweigt nach knapp 2 Stunde links auf den gelb markierten Abstiegsweg ab. Dieser führt steil in den Wallerbachgraben hinab, und am Golfplatz entlang wird Adamstal erreicht.

Infos:
Unterberghaus (1187 m):
Österreichischer Touristenklub, ganzjährig bewirtschaftet (Urlaubssperre 8. 11. bis 7. 12.), kein Ruhetag, Küchenbetrieb und Nächtigungsmöglichkeit., Auskunft Tel. 02632/74190.
“Maria Einsiedl”: Die schön renovierte Kapelle ASt. Maria am Unterberg entstand an jener Stelle, wo 1832 eine Nachbildung des Mariazeller Gnadenbildes aufgestellt wurde, worauf sich bald eine lokale Wallfahrt entwickelte. Noch heute wandern Pilger hier vorbei nach Mariazell!

Rundwanderung über das Kieneck

Ausgangspunkt: Sägewerk Wittmann - Rieder
Wegmarkierungen: grün  rot  blau
Gehzeit: ca. 7 Stunden (mit Abkürzung Haraseck 5 1/2 Stunden)
Streckenlänge: ca. 20 km
Schwierigkeitsgrad: ausgedehnte Tal- und Kammwanderung für marschierfreudige Touristen.
Höhenunterschied: zwischen 499 m und 1106 m

Wegbeschreibung:
Zufahrt von Ramsau Richtung Kleinzell 2,5 km bis zur Straßenbiegung beim Sägewerk Wittmann-Rieder. Hier zweigt das Seitental des Kieneckbaches ab, in das kurz danach das Mariental einmündet, wodurch eine ausgedehnte und einsame Rundwanderung ermöglicht wird.
Von der Landesstraße abzweigend geht man, bei der Talgabelung geradeaus weiter, in den Kieneckgraben hinein, zuerst noch entlang von Wiesenböden, bald zwischen steilen Waldhängen mit Felsbildungen, stets entlang der grünen Markierung. Erst weit im Talhintergrund zweigt von der Forststraße ein weiterhin grün markierter Steig ab, der über einen steilen Waldrücken die Sattelhöhe mit dem “Bettelmannkreuz” erreicht (952 m, Gedenktafel; anstrengender Aufstieg über fast 400 Höhenmeter). Hier folgt man links der roten Markierung der Wienerwald-Weitwanderung Nr. 404 über die nächste Waldkuppe hinweg (bequemer geht es auch an der am Hang querenden Forststraße). Nach dem folgenden Sattel werden bald die Gipfelwiese und die Enzianhütte auf dem Kieneck erreicht (1106 m, ca. 2 1/2 Stunden).
Der Weiterweg erfolgt entlang der Weitwander-Markierung Nr. 404 in Richtung Hocheck, kurz über die Gipfelwiese zurück und rechts haltend. Schmale Waldwege führen zunächst am Kamm nordwärts und halten sich dann in der rechten, steilen Bergflanke am 1065 m hohen Raingupf vorbei (das ist der vom Kieneckgraben aus auffallendere Gipfel). Dann folgt ein weiterer steiler Abstieg am Kamm und über den Waldrücken, bis das Gelände flacher wird. Dort quert ein Forstweg den Kammverlauf (bei der Höhenquote 730 m), und auf diesem links abzweigend kann mit ganz wesentlicher Abkürzung durch das sogenannte Haraseck mit dem gleichnamigen Gehöft das Mariental erreicht werden.
Die markierte Weitwanderung verläuft hingegen unverändert auf der dicht bewaldeten Kammlinie mit wechselnder Neigung dahin und erfordert einige Ausdauer! Im Sattel der “Wolfsgrube” zwischen Feiglkogel und Feiglberg verlässt man dann die rote Markierung und geht grün markiert links Richtung Araburg bis zum Sattel mit Kreuzung der Forststraßen (ehemaliger Turnierplatz). Von hier aus kann auch die nahe Ruine noch besucht werden! Sonst geht man zweimal links abzweigend blau markiert weiter und wandert durch das Mariental hinaus zum Ausgangspunkt.

Info:
Enzianhütte auf dem Kieneck (1106 m):
Österreichischer Gebirgsverein, bewirtschaftet ab 1. April bis Mitte November von Mittwoch bis Sonntag, Nächtigungsmöglichkeit, Auskunft Tel. 0676/7829081.

Herausgeber: Gemeinde Ramsau.
Die Begehung der beschriebenen Wanderwege erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr, weder Herausgeber noch Verfasser können irgendwelche Haftungen übernehmen

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